Schildkröten-Hotel

Sie suchen ein Winterquartier für ihre Schildkröte?

 

In unserem Schildkröten-Hotel werden Ihre europäischen Landschildkröten unter kontrollierten Bedingungen durch den Winter gebracht. Unsere Überwinterungsgäste sind: griechische Landschildkröte, maurische Landschildkröte, Vierzehenschildkröte und Breitrandschildkröte.

 

Es wäre uns eine große Hilfe, wenn Sie die Überwinterungsgäste telefonisch oder per email anmelden, damit wir einen Platz frei halten können. Sollten Sie noch Fragen haben, die im Anschluss hier noch offen sind rufen Sie uns bitte gerne an oder schreiben Sie uns eine email. Wir wünschen schon einmal angenehmen Winterschlaf (eigentlich Winterstarre:-).

 

Wie verläuft die Überwinterung?

 

1. Eingangsuntersuchung:

Bei einem ausführlichen Eingangs-Check wird jeder Überwinterungs-Gast auf Anzeichen von Erkrankungen, die in der Winterstarre problematisch sein können untersucht. Weiterführende Laboruntersuchungen können der Eingangsuntersuchung angeschlossen werden. Sie ermöglichen eine noch genauere Aussage über den Gesundheitszustand. Welche weiterführende Untersuchungen empfohlen werden und welche Kosten anfallen, ist nach Punkt 5. aufgeführt.

 

2. Vorbereitungsphase:

5-14 Tage lang sollten die Landschildkröten bei Zimmertemperatur ohne zusätzliche Wärmequelle untergebracht werden. Tägliches 20 minütiges Baden in lauwarmem Wasser ermöglicht es den Schildkröten vor der Winterstarre ausreichend Wasser aufzunehmen. Oft wird dabei nochmals Kot ausgeschieden. In der Vorbereitungsphase wird kaum noch Futter aufgenommen. Rohfaserreiches Futter (kein Gemüse) kann noch angeboten werden, da die Tiere auch in der Natur oft noch bis kurz vor dem Vergraben kleine Mengen an Futter zu sich nehmen. Die Vorbereitungsphase können Sie gerne bei sich zu Hause durchführen.

 

3. Einwinterung:

Nach der Eingangsuntersuchung werden ihre Tiere schrittweise an 20°C, 14°C, 10°C und schließlich auf die konstante Winterstarretemperatur von 4-6°C adaptiert.

 

4. Winterstarre:

Während der Winterstarre wird jede Schildkröte wöchentlich kontrolliert. Dabei wird gewogen, auf Anzeichen von Schwäche, Sepsis und weiteren Auffälligkeiten untersucht und dokumentiert. Die wöchentliche Kontrolle wird routiniert und zügig durchgeführt damit die 4-6°C Körpertemperatur stabil bleiben und das Tier weiterschläft ohne aufzuwachen. Sollten bei der Untersuchung auffällige Befunde erhoben werden oder ist der Gewichtsverlust besorgniserregend hoch, so wird die Schildkröte vorzeitig ausgewintert. Die Winterstarre dauert bei gesunden, erwachsenen und gewichtstabilen Tieren von November bis März. Der genaue Zeitpunkt der Ein- und Auswinterung hängt wesentlich von der Witterung ab. Sollte sich eine kühle Schlechtwetterphase im Herbst ankündigen ist das in der Regel der Beginn der Vorbereitungsphase. Sollten der März mit warmen und sonnigen Tage aufwarten ist das der richtige Zeitpunkt für die Auswinterung. Bei sehr kleinen Landschildkröten (unter 100 g) wird eine verkürzte Winterstarre durchgeführt. Sie sollte aber nicht kürzer als 8 Wochen sein.

 

5. Auswinterung:

Die Auswinterung wird in der Regel innerhalb von 1-4 Tagen durchgeführt. Die exakte Dauer orientiert sich an der Bewegungsaktivität und dem Beginn der Futteraufnahme.

 

Welche Kosten fallen an?

 

- Eingangsuntersuchung: 19,04 €

- Einwinterung 5 € pro Tag. Dauer üblicherweise 1-2 Wochen, je nachdem wie aktiv ihre Schildkröte noch ist. Sie können die Vorbereitung gerne auch nach unserer Anleitung zu Hause durchführen (sieht Punkt 2 oben)

- Winterstarre, Auswinterung inkl. wöchentlicher Untersuchung 1 € pro Tag

 

zusätzlich wählbare Laboruntersuchungen:

- Parasitologische Untersuchung einer Kotprobe (Flotation und Nativuntersuchung): 19,04 €

- Herpes und Mykoplasmenuntersuchung inkl. Blutentnahme und Nasenspülung 112 €

- Blutuntersuchung Organprofil (empfohlen bei Tieren über 20 Jahren und bei vorbelasteten Tieren z.B. durch zu reichliche Ernährung) 55,93 € zzgl. Blutentnahme 14,80 €

 

Idealerweise sollte eine parasitologische Untersuchung der Kotprobe im Spätsommer erfolgen. Damit ist gewährleistet, dass mehr Zeit für eine gezielte Entwurmung zur Verfügung steht, falls ein bedenklicher parasitologischer Befund erhoben wird.

Die Untersuchung auf Herpes liefert die sichersten Ergebnisse, wenn die Tiere noch aktiv sind. Daher wird grundsätzlich empfohlen, schon im Sommer an einen Herpestest zu denken (evtl. zusammen mit einer Kotuntersuchung auf Parasiten). Das gilt auch dann, wenn direkt vor der Einwinterung schon einmal ein negativer Test erfolgte.

 

Wie können Infektionen während des Winterschlafs verhindert werden?

 

Eine Infektion eines Tieres während der kontrollierten Überwinterung kann nahezu ausgeschlossen werden. Grundsätzlich finden dazu die Hygienestandards einer Tierarztpraxis mit zugelassener Quarantänestation Anwendung. Dazu gehören:

1. Trennung von getesteten negativen Tieren (Herpes und Mykoplasmen) von nicht getesteten Tieren.

2. Allgemeine Hygienerichtlinien (Einmalhandschuhe, Händedesinfektion vor und nach der Untersuchung eines Überwinterungsgastes) 

3. Tiere werden in Einzelboxen untergebracht

4. Einbettmaterial (Sphagnum-Moos) wird nach der Überwinterung entsorgt und ausführliche Desinfektionsmaßnahmen der Boxen, Weinkühler und Kühlschränke werden durchgeführt

5. Früherkennung von Krankheitsanzeichen (Regelmäßigkeit der Kontrolluntersuchungen)

6. Kenntnis der Infektionswege: Herpesviren werden nicht über die Luft übertragen!

Bitte rufen sie uns an!

 

0721-6184280

Artikel vom 08.10.14